Die wichtigsten technischen Trends der Energieeffizienzbranche sind stark durch die Digitalisierung geprägt. Dies geht aus dem aktuellen Branchenmonitor Energieeffizienz 2017 hervor. Bei der Befragung von rund 150 Unternehmen der Branche gaben 80 Prozent an, dass „lastenabhängige und bedarfsgerechte Steuerung von Anlagen“ für sie den wichtigsten technischen Trend bildet. An zweiter Stelle folgen IKT- und Software-Innovationen sowie mobile Integration. Gleichzeitig sehen die Unternehmen in diesen Bereichen auch den größten Forschungs- und Entwicklungsbedarf.

Welchen Beitrag genau der Trend zur Digitalisierung für die Energieeffizienz leistet, lässt sich zwar nur schwer quantifizieren. Dass er erhebliches Potenzial birgt, ist  jedoch unbestritten. So meint Prof. Dr. Peter Radgen vom Lehrstuhl Energieeffizienz der Universität Stuttgart, dass die Digitalisierung „den Nährboden für neue Konzepte und Herangehensweisen bildet, die, wenn sie zum Einsatz kommen, einen Quantensprung bei der Effizienz auslösen können.“ Auch Friedrich Seefeldt, Partner und Vize-Direktor bei der Prognos AG pflichtet dem bei: „Die Flügelzange von Digitalisierung und Dezentralisierung bricht alte Strukturen auf und eröffnet neue Räume.“

Start-Ups wohin man schaut

Die Chancen, die die Digitalisierung bietet, lassen sich auch gut an den Neugründungen am Energieeffizienzmarkt ablesen. So schätzen die für den Branchenmonitor Energieeffizienz 2017 befragten Unternehmen, dass gut ein Drittel der am Markt tätigen Unternehmen erst kürzlich in den Markt eingetreten sei. Davon seien etwa ein Viertel Start-Ups und weitere 11 Prozent klassische IT- und Kommunikationsunternehmen.

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