Handwerk und Digitalisierung passen nicht zusammen? Denkste, sagten sich vor fünf Jahren Philipp Pausder, Kristofer Fichtner sowie Florian Tetzlaff und gründeten das Start-up Thermondo. Die Idee: den Erwerb und die Installation einer effizienten Heizungsanlage für den Kunden einfacher zu gestalten. Möglich macht dies ein Angebots- und Planungsalgorithmus, der „digitale Heizungsbauer Manfred“. Dieser kann dem Kunden – nach einer Onlineabfrage der wichtigsten Daten sowie einer Telefonberatung – schnell und unkompliziert ein Angebot unterbreiten. Dabei greift „Manfred“ auf die unternehmenseigene Datenbank mit einer riesigen Auswahl an Heizungsmodellen zurück. Ergänzt durch eine Fotobegehung (oder falls gewünscht auch eine Vor-Ort-Beratung) kann Thermondo dem Kunden schnell und unkompliziert ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot unterbreiten.

It’s the integration, stupid!

 

Nun ist ein Online-Tool für den Vergleich und die Auswahl verschiedener Produkte an sich nichts Neues. Neu ist hingegen, dass es sich bei Thermondo um ein stark vertikal integriertes Unternehmen handelt. Heißt übersetzt: Bei Thermondo arbeiten nicht nur Software-Entwickler und IT-Experten, um den digitalen Algorithmus „Manfred“ zu warten und zu verbessern. Das Unternehmen ist auch ein eingetragener Handwerksbetrieb. Dass die Heizungsinstallateure nicht einzeln für jeden Auftrag gebucht werden müssen, sondern direkt bei Thermondo angestellt sind, hat den Vorteil, dass  das Start-up den gesamten Prozess – von der Anfrage bis zur Installation und schließlich zur Wartung – überblicken und steuern kann. Davon profitiert auch der Kunde: Durch die Integration des (digitalen) Angebotsservices und der (handwerklichen) Endinstallation wird Zeit und Geld gespart.

Der Erfolg von Thermondo spricht für sich: Beim Heizungswechsel in Ein- und Zweifamilienhäusern ist Thermondo mittlerweile Marktführer. Und auch auf das B2B-Geschäft hat das Start-up ein Auge geworfen. Für Hausverwaltungen mit mehreren Liegenschaften in verschiedenen Städten dürfte sich das Geschäftsmodell von Thermondo erst recht lohnen.

 

(Foto: Thermondo)