Heute stimmte der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments über seinen Bericht zur Fortführung der EU-Energieeffizienzrichtlinie ab. Dabei stimmten die Ausschussmitglieder für Änderungsanträge, mit denen die Richtlinie gegenüber dem Kommissionsentwurf deutlich gestärkt wurde. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) begrüßte das Ergebnis.

Christian Noll, Geschäftsführender Vorstand der DENEFF: „Investitionen in Energieeffizienz brauchen einen planungssicheren Rahmen. Ambition rechnet sich mehrfach: Neben Energiekosten werden hunderttausende neue Arbeitsplätze in Europa geschaffen, die Versorgungssicherheit erhöht und der Ausstoß klima- und gesundheitsschädlicher Stoffe reduziert. Die Abstimmung sendet positive Signale für eine ambitionierte Energieeffizienzpolitik, auch in Richtung der nationalen Regierungen.“

Die DENEFF moniert, dass im Vorfeld die EVP-Fraktion für Änderungsanträge geworben habe, welche den Kernartikel 7 der Richtlinie laut EU-Kommission faktisch wirkungslos gemacht hätten. Nun sei der Weg für die abschließende Abstimmung im Plenum im Europaparlament frei. Laut DENEFF helfe eine starke Position des Parlaments bei den darauf folgenden Verhandlungen mit dem Rat. Hier sei mit Gegenwind von Ländern mit Regierungen in denen Europaskeptiker, Energiewendegegner und Populisten mitwirken zu rechnen.