Am 24. Oktober, gleich im Anschluss an die konstituierende Sitzung des 19. Deutschen Bundestages, lud die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) zum Parlamentarischen Abend ins ZDF-Hauptstadtstudio. Über 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien und Verbänden folgten der Einladung, darunter über 20 Abgeordnete des neu gewählten Bundestags. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) verwies in seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Energieeffizienz für eine gelingende Energiewende.

„Nur mit einer Verringerung des Verbrauchs haben wir überhaupt eine Chance, die Klimaziele einzuhalten“, sagte Habeck und machte damit gleich zu Beginn seine Rede deutlich, dass eine deutliche Energieeffizienzsteigerung Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Pariser Abkommens ist.

Auch Carsten Müller, Vorstandsvorsitzender der DENEFF und Mitglied des Deutschen Bundestags, sprach sich im Namen der rund 160 Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerks für zuverlässige und wirkungsvolle politische Rahmenbedingungen aus: „Energieeffizienz muss in der kommenden Legislaturperiode die entscheidende Rolle in der Klima- und Energiepolitik einnehmen. Nur so kann das Energiesystem wirtschaftlich sinnvoll klimaverträglich umgebaut werden.“

Maroš Šefčovič, Vize-Präsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für die Energieunion, wandte sich derweil in einer Videobotschaft an die Gäste: „Energieeffizienz ist einer der Grundpfeiler der Energie Union“, sagte  Šefčovič. „Sie ist die sauberste, billigste und wirtschaftlichste Energiequelle, die wir haben. Ich hoffe, dass die neue deutsche Regierung Vorreiter bleibt bei der Förderung der Energieeffizienz auf der nationalen, europäischen und globalen Ebene.“

Durch den Abend führte wie bereits auf vielen Veranstaltungen der DENEFF zuvor die Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali. Sie leite auch die kurze, das offizielle Programm des Abends abschließende, Diskussionsrunde zwischen Müller und Habeck. Dabei stand mit der Digitalisierung ein Thema im Mittelpunkt, das zum Treiber einer ambitionierten Effizienzpolitik in einer möglichen Jamaika-Koalition zwischen CDU, CSU, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP werden könnte.

Anschließend konnten die in den Redebeiträgen angeschnittenen Themen bei gutem Essen und Getränken erörtert und vertieft werden. Für die nicht aus der Hauptstadt stammenden Gäste wurde mit einem „Spätkauf“ extra ein Stück Berliner Flair ins ZDF-Hauptstadtstudio geholt. Neben Bier, Wein und In-Getränken konnten sich die Gäste hier auch mit typischen Kiosk-Snacks für die nächsten interessanten Gesprächsrunden stärken.

Zu bereden gab es freilich genug: Die kommende Bundesregierung wird die Weichen stellen müssen für ein erfolgreiches Fortführen der Energiewende. Ob dies gelingt, hängt auch davon ab, ob das Prinzip „Efficiency First“ erfolgreich umgesetzt werden kann. Der Parlamentarische Abend stand ganz im Zeichen dieser Forderung und war gleichzeitig auch der erfolgreiche Abschluss der DENEFF -Wahlkampagne „Erste Wahl: Energieeffizienz“, mit der auf die elementare Bedeutung des Vorrangs von Energieeffizienzmaßnahmen für eine gelingende Klima- und Energiepolitik aufmerksam gemacht wurde.

(Foto: ©marco Urban)