Beim Parlamentarischen Abend der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) am 24.10. im ZDF-Hauptstadtstudio formulierte die Energieeffizienzbranche klare Erwartungen an eine mögliche Jamaika-Regierung: Die Energiewendeziele müssen beibehalten und für Energieeffizienz verbindlich formuliert werden, die Steuerförderung für Haussanierer kommen, Politikangebote insgesamt ergebnisorientierter gestaltet und die Digitalisierung auch zur Steigerung der Energieeffizienz genutzt werden. Habeck, Energiewende-Minister des Landes Schleswig-Holstein, bekräftigte in seiner Rede den Stellenwert der Energieeffizienz beim Erreichen der Klima- und Energiewendeziele.

Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein: „Eine neue Bundesregierung muss mit dem Klimaschutz ernst machen. Das gilt erst Recht für eine mit grüner Beteiligung. Die Herausforderungen sind riesig. Die Klimalücke zu den 2020 Zielen weit größer als immer angegeben. Energieeffizienz kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Und das in allen Bereichen, von den Gebäuden bis zu den industriellen Prozessen. Nur mit einer Verringerung des Verbrauchs haben wir überhaupt eine Chance, die Klimaziele einzuhalten.“

Auch Carsten Müller, Vorstandsvorsitzender der DENEFF und Mitglied des Deutschen Bundestags, sprach sich im Namen der 160 Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerks für zuverlässige und wirkungsvolle politische Rahmenbedingungen aus: „Energieeffizienz muss in der kommenden Legislaturperiode die entscheidende Rolle in der Klima- und Energiepolitik einnehmen. Nur so kann das Energiesystem wirtschaftlich sinnvoll klimaverträglich umgebaut werden. Dafür braucht die Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen. Hinter die bereits in der Legislaturperiode 2009-2013 beschlossenen Ziele und Standards dürfen wir nicht zurückfallen. Die Energieeffizienzziele müssen dazu auch gesetzlich verankert werden. Die Steuerförderung für Haussanierer muss endlich kommen, der Förderrahmen stärker an tatsächlichen Ergebnissen ausgerichtet werden und innovative  Ansätze wie der Einsparzähler weiter vorangetrieben werden, um die Digitalisierung als Turbo für die Energieeffizienz zu starten.“

Die Energieeffizienz-Richtlinie der Europäischen Union verdeutlicht die Relevanz des Themas auf der europäischen Ebene. Maroš Šefčovič, Vize-Präsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für die Energieunion, bekräftigte die Verantwortung der neuen deutschen Regierung: „Energieeffizienz ist einer der Grundpfeiler der Energie Union. Sie ist die sauberste, billigste und wirtschaftlichste Energiequelle die wir haben. Ich hoffe, dass die neue deutsche Regierung Vorreiter bleibt bei der Förderung der Energieeffizienz auf der nationalen, europäischen und globalen Ebene.“

Bilder zur freien redaktionellen Nutzung bei Quellenhinweis „DENEFF / Marco Urban“

DENEFF-Vorstandsvorsitzender Carsten Müller, MdB https://www.dropbox.com/s/8i3xtl4l4d3ct5h/Carsten%20M%C3%BCller%2C%20MdB.JPG?dl=0

Minister Dr. Robert Habeck: https://www.dropbox.com/sh/s39i5tu7w9698zh/AABX5AUeGtNiE2GIz7HmCMJ8a?dl=0

Vlnr: Dunja Hayali, Dr. Robert Habeck, Carsten Müller (DENEFF,MdB):
https://www.dropbox.com/s/2jlo5703ahs4c5a/vlnr%20Dunja%20Hayali%2C%20Dr.%20Robert%20Habeck%2C%20Carsten%20M%C3%BCller%2C%20MdB.JPG?dl=0

(Foto: ©marco rban)